Allergologie
Allergien sind weit verbreitet – in Deutschland leidet mittlerweile fast jeder dritte Mensch an einer allergischen Erkrankung. Als Fachärzte für Dermatologie und Allergologie bieten Dr. med. Juliane Niesert und Dr. med. Christian Perret in der Dermatologie am Stadtwaldplatz eine umfassende allergologische Diagnostik und Therapie auf aktuellem medizinischen Stand.
Allergiediagnostik – der Weg zur richtigen Diagnose
Eine erfolgreiche Behandlung beginnt immer mit einer gründlichen Diagnose. In unserem allergologischen Sprechstundengespräch erfassen wir zunächst Ihre persönliche Krankengeschichte, Ihre Beschwerden sowie mögliche Auslöser. Auf dieser Grundlage planen wir die weiterführenden Tests individuell.
Prick-Test
Der Prick-Test ist der Standardtest bei Verdacht auf Soforttyp-Allergien (Typ I), zum Beispiel gegen Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Nahrungsmittel. Dabei werden kleine Mengen standardisierter Allergenlösungen auf die Unterarmhaut aufgetragen und die Haut leicht angeritzt. Nach 15 bis 20 Minuten lässt sich anhand einer Hautreaktion (Quaddel, Rötung) ablesen, ob eine Sensibilisierung vorliegt. Der Test ist gut verträglich und liefert rasch aussagekräftige Ergebnisse.
Patch-Test (Epikutantest)
Bei Verdacht auf eine Kontaktallergie – etwa durch Nickel, Duftstoffe, Konservierungsmittel oder Latexinhaltsstoffe – ist der Epikutantest die Methode der Wahl. Testpflaster mit bis zu mehreren Dutzend Substanzen werden auf den Rücken aufgeklebt und nach 48 sowie 72 Stunden abgelesen. So lassen sich Kontaktallergene zuverlässig identifizieren, die häufig Auslöser eines allergischen Kontaktekzems sind.
Blutuntersuchungen
Ergänzend zu den Hauttests bestimmen wir bei Bedarf spezifische IgE-Antikörper im Blut sowie das Gesamt-IgE. Diese Untersuchungen liefern wertvolle Zusatzinformationen, besonders wenn Hauttests nicht eindeutig auswertbar sind oder Medikamente das Testergebnis beeinflussen könnten.
Weitere Informationen zu den verschiedenen Testverfahren finden Sie beim Allergieinformationsdienst sowie auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI).
Hyposensibilisierung (Spezifische Immuntherapie)
Die Hyposensibilisierung – auch spezifische Immuntherapie (SIT) oder Allergie-Impfung genannt – ist die einzige ursächliche Behandlung von Allergien. Dabei wird das Immunsystem durch die regelmäßige Zufuhr des Allergens in ansteigender Dosis schrittweise an den Auslöser gewöhnt, bis es nicht mehr überreagiert.
Die Therapie erfolgt entweder als subkutane Immuntherapie (SCIT) durch Injektionen unter die Haut oder als sublinguale Immuntherapie (SLIT) mittels Tropfen oder Tabletten, die unter der Zunge aufgelöst werden. Welche Form für Sie geeignet ist, besprechen wir gemeinsam nach der Diagnosestellung. Eine vollständige Behandlung dauert in der Regel drei Jahre und kann Ihre Beschwerden dauerhaft lindern oder sogar vollständig beseitigen.
Nahrungsmittelallergien
Nahrungsmittelallergien sind häufig und reichen von milden Beschwerden wie Kribbeln im Mund bis hin zu schweren anaphylaktischen Reaktionen. Wir klären ab, welche Lebensmittel tatsächlich eine allergische Reaktion auslösen – und unterscheiden diese von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit, die einen anderen Mechanismus hat und anders behandelt wird.
Insektengiftallergie
Eine Allergie auf Bienen- oder Wespengift kann lebensbedrohlich sein. Patienten, die nach einem Insektenstich mit starken Allgemeinreaktionen oder einem anaphylaktischen Schock reagiert haben, sollten sich unbedingt allergologisch abklären lassen. Nach gesicherter Diagnose ist eine Hyposensibilisierung mit Insektengift besonders empfehlenswert – sie schützt in über 95 % der Fälle zuverlässig vor schweren Reaktionen bei einem erneuten Stich.
Ihr Termin in der Allergologie
Vereinbaren Sie gerne einen Termin in unserer allergologischen Sprechstunde. Bitte bringen Sie vorhandene Vorbefunde, aktuelle Medikamentenlisten sowie – falls vorhanden – einen Allergie-Pass mit. Bei akuten Beschwerden oder bekannter Anaphylaxie-Anamnese bitten wir Sie, uns dies bei der Terminvereinbarung mitzuteilen.